mollicutes

Athenäum

Veröffentlicht in Uncategorized von mollicutes am 22 April, 2009

3402a8291

Im Internet werden verschiedene Begriffe untersucht:
Skopzen,
Entmannung,
Ablation…
Es jagen die:

Erinyen

Morgen im Flugzeug
Letzte Todesvisionen

Going in for the Kill

Veröffentlicht in Uncategorized von mollicutes am 21 April, 2009

Kinder der Elektrizität
Dichter sein
Dichter sein
Dichter sein
Dichter sein
Dichter sein

Zu jeder Tür einen Schlüssel,
getürmt in einer Tasche,
eingebaute Winkel der Mechanik,
aufgerissen im Teer,
lieblose Mittelwesen:
Bis gleich,
hab ich dich gesehen.

Be My Baby

Veröffentlicht in Uncategorized von mollicutes am 14 April, 2009

spector_dpa2-12379638321

Ich glaube, ich habe gerade jemanden umgebracht: auf der Wiese liegt das Blut, die Münzstrassse glüht und in der Redaktion ist es angenehm kühl.

Mom, I want another piercing

Veröffentlicht in Uncategorized von mollicutes am 14 April, 2009

0099png

Kirschblüten einkaufen,
Menschen verführen,
Konferenzen besuchen…

Protokoll 4

Veröffentlicht in Uncategorized von mollicutes am 9 April, 2009

Ich habe vergessen die Tage zu zählen. Was folgt nach Tag 5? Um meine Fingernägel sammelt sich trockene Farbe. Fernando ist diszipliniert. Etwas, was man von  mir nicht unbedingt sagen kann. Jedenfalls bin täglich anwesend: Pinsel in der Hand, eingetunkt, Et cetera

Wir malen Blumen. Wir malen Waffen, die keine sind.

Man wehrt sich gegen die Müdigkeit und schiebt sie auf: Morgen kommt, was soll ich es schon ändern versuchen. Ausserdem: Grosse Worte. Ich behaupte ich würde mich auf Berlin freuen. Wenn das nicht stimmt, was sonst? Man fürchtet mich. Wer? Morgen im Militärwagen. Nach dem Augenscan. Mitten im Mission Control. Oder doch auf Bodenhöhe im Hepatitisporsche? Texte werden gedruckt. Lügen übersetzt. Musik gestohlen: Junior Boys, Who Made Who, Dan Deacon.

Henning erzählt vom Firnschnee und ich denke, eine Narbe reicht. Sikifahren? Sicher nicht. Lieber weiter malen. Eins nach dem anderen: BBQ und erst danach durchdrehen, oder eben gar nicht. Sogar die Billetmenschen haben sich vom Vollmond blenden lassen: Kein Ticket? Kein Ausweis? Sie wollen sowieso aussteigen? Dann tun sie das. Man kann sich nicht jeden Tag übergeben, auch wenn man behauptet täglich zu fliegen.

Protokoll 3

Veröffentlicht in Uncategorized von mollicutes am 7 April, 2009

Natürlich funktioniert es doch: man fährt abends auf der Autobahn nach Zürich, steigt direkt aus, hält das Auge an die Erkennungsmaschine, wartet: Türe gleitet auf und der Fahrstuhl trägt einen in den 2. Stock. Fernando steht schon an  der Wand und kleckst mit Farbe. Sechs Stunden Pinsel in der Hand. Einsamkeit gibt es nicht, stattdessen Musik, Formen, Linien und ein schlechtes Gewissen: macht nichts, ich male dem Elefanten ein zweites Auge und freue mich auf morgen: Tag 5, das ist die Wirklichkeit.

Protokoll 2

Veröffentlicht in Uncategorized von mollicutes am 6 April, 2009

gr02320-20john20constable20-201776-183720-20landscape20with20clouds20-20ca201821-221

Jedenfalls, dachte Eiger, hintereinander, also den Gedanken dahinter gestellt und wiederholt. Mag ich eine grössere Rolle spielen? Die Sonne lichtete das Gras. Es lag eine Decke ausgebreitet und die Mädchen trugen ihre Sonnenbrillen. In Plastikbechern wurde roséfarbener Champagner gereicht und die Stimmung der Jahreszeit angepasst. Bitte, sagte ein Mädchen. Sie flüsterte Eiger hinter dem Ohr vorbei. Niemand hörte mit. Bitte, magst du mich nicht einmal schlagen. Eiger wollte lächeln, hatte aber vergessen, wie man in einer Situation, verkehrt wie diese, sich überhaupt benehmen sollte, also tat er nichts, liess den Gedanken freien Lauf: Erschreckend, die Jugend, überzeugend, welche aufgedrückte Moral, welches Voraussehen, Zukunft denken. Ihm gelang ein halbwegs charmanter Ausdruck. Er entgegnete nichts. Man hörte die Geräusche, die Menschen beim Sprechen machen. Ein Buch wurde knapp angelesen. Sofort wieder zu geklappt. Die dünnen Beine der Mädchen auf der Decke ihm Gras. Die Farben präsent. Die Wolken im Gegenspiel.

Protokoll 1

Veröffentlicht in Uncategorized von mollicutes am 6 April, 2009

Freitag, erster Tag, das sagt man so, ohne, dass man wirklich weiss, was es bedeuten soll: Neubeginn, etwas Anfang vielleicht, oder einfach: So heute machen wir mal das neu, was alt bedeutet: zum Beispiel Kunst. Wer will noch schreiben? Kann ich das überhaupt noch, oder zählt das Ich in diesem Satz sowieso nicht? Mal sehen, oder den Schritt betrachtet, mal angesetzt, nachdem überhaupt nichts entstehen sollte: jetzt mal probieren, einen Versuch wagen, wie man sagen kann, aber es dann doch nicht tut.

Freitag, erster Tag, Pinsel in der Hand, an die Wand geführt, nachdem der Graffitstift die Umrisse anhand einer Projektion abgezeichnet hat, oder war es doch meine Hand, die führte? Freitag, die Nacht mit Umwegen: Es folgt, was kommt – ein Wochenende, dass man richtig dreht.

Sonntag, zweiter Tag, Farbzonen werden ausgefüllt, kleine weisse Fehler ausgemerzt, immer wieder den Pinsel getupft, bis das Haar, wie auf Sandpapier gerieben, völlig aufgerissen, sich auflöst, wie die Substanz in meinem Kopf, wie der Inhalt, der nichts propagiert, sondern ewig endend nur beschreibt und nichts will, kann, soll, tun, verzweifelt erfinden…

Montag, angeblich dritter Tag: und es funktioniert nicht, weil man dann nicht in Zürich aufwacht, sondern in Basel, die Sonne nicht begrüsst, das Wasser im Körper vermisst, die Einzelteile splittern sieht: In VERGESSENHEIT? Das gibt es nicht. Erinnerungen schaffen, leben, sagen – genau umgekehrt, das ist die Devise: Vergessen, bittschön, bis morgen, Dienstag, der vierte Tag.