Television
Son: Why is it so hard for you people to give me anything?
Father: We gave you everything. We gave you your name. And what have you done with it?
Wer ständig sucht, ist in der Sucht versucht
Unser Manuskript, verfasst, eingesendet, liegt gerade jetzt, mit einigen umsorgten Eselsohren, falls denn das Papier berührt wurde, auf dem Schreibtisch der Lektorin, angesehen, sagt sie, nicht durchgelesen, ist es, weil gerade Zeit für die Muße fehlt, und jeder der mit der Arbeit ums Buch zu tun hat weiß, es liegt an diesen Wochen, wenn Lektoren sich auf konferierende Vertreter und Buchmessen, und nicht auf unveröffentlichte Autoren, konzentrieren, und weil die Lektüre einen Menschen gar abmüht, einen nicht rein zieht, und eher anstrengt, unser Manuskript, als solches, zieht der Autor nach, obwohl das seine Ungeduld nicht zähmt, und wahrscheinlich liegt das Manuskript überhaupt nicht auf dem Tisch, eher im Regal, zwischen weiteren Manuskripten, deren Autoren dem Gott der Geduld nicht das Genick brechen wollen, es liegt neben bereits gedruckten Büchern, Bändchen, von welchen wir die mit dem durchgezogenen Farbstreifen am meisten bewundern, deren Verfasser unseren Kopf schafften, und wir sie deshalb in unserem Kopf mit Achtung und Neid ausschmückten, und in Gedanken sehen wir durch diese Gänge, die es bald nicht mehr geben wird, weil nach dem Umzug diese Gänge nicht mehr dieselben sein werden, und das wird für uns spannend sein, ein doppelter Beginn, falls es für uns nicht das Ende bedeuten soll, das freut uns, weil diese Gänge, in lebhafter Erinnerung, gutes Tun, und getan haben, ausgelöst, weil der Besuch in dem unscheinbaren Gebäude, und vor allem der Aufenthalt in der Autorenwohnung, welche uns bereits in ihrem Titel einschüchterte, spazieren die Gedanken weiter der Lindenstrasse entlang, gehen ihren Erkenntnisgang, und sagen: alles Gute in der Welt ist ein Ausweg, aus dieser Stadt, aus dem Staub hinaus, und zurück nach Berlin, in die Stadt unserer Vergangenheit, damals, als wir noch fürs Weltlicht und für glänzendes, totes Holz unsere Gedanken in Worte fassten, und in der Gesellschaft von Gesinnung wiederfanden, als dieses Manuskript uns noch wie ein Affront vorkam, etwas, dass man sich höchstens leichtsinnig, und hinterm Rücken der Anderen, manifestiert wünschte, und das wir nicht einfach so in Betracht zu ziehen wagten, und jetzt liegt dieses Manuskript auf dem Schreibtisch der Lektorin, oder im Regal nebenan, und zieht vielleicht selbst auch bald Staub an.
Sapphire Reality
Im Keller war das Lager, die ersten Schritte, oder Schrittchen, oder Schritt, um Schritt, Schritt, eingeredet wurde, man habe es einrichten lassen, und trotzdem roch es, es lag Miasma in der Luft. Matratzen waren gestapelt, und Tücher nonchalant über Faden gehangen, duftend, um Rohre gewickelt, vielleicht für, oder aber auch gegen die Hitze, und manchmal wurden Mädchen mit Bonbons bestochen; diese Mädchen wurden untersucht, man machte an ihnen rum, erst scheu, und unüberlegt, einstweilen auch perfider, durchdacht, verknüppelt, eines mochten sie besonders, eines der Mädchen mochten sie gerne, M; gegenseitig fassten sich die Geschwister nicht an, sie lagen auf dem Gehweg vor dem Elternhaus, und ihre Haut bedeckt mit staubender Erde. Sie machten sie an, sich doch Mühe zu geben. Man hatte sie betrogen, angelogen wurden wir seit immer, sagte einer, manchmal im Tageslicht, selten im Geheimen, auch in der Studierstube, und das sogar häufiger, als angenommen, obwohl diese Verhältnisse nicht mit einem Wettbewerb zu vergleichen sind; bis eines Tages die Eltern sagen, doch, doch, es ist ein Wettkampf, gewinnen muss immer einer, sonst verlieren alle, insofern die Eltern haben tatsächlich etwas zu sagen, und bestimmen dann, wie wertvoll es sei: Wir fahren an die Amalfi-Küste, morgen schon, und sobald wir im Auto sitzen, und Lakritze schlucken, schlafen die Kinder, und wir halten ihre Arme aus dem Fenster, und wir spüren die Luft über ihre Häute wachsen, und Morgens, als jemand eine ähnliche Sensation mit dem Wasser aus dem Duschhahn erlebte, im Anschluss zur Leitung, erwachten wir aus einem Tagtraum, Psychose Endstation, und schlug mal die Augen auf, aufgerissen, und dann sahen wir sie, wir erkannten dieselben Bienen, wie letztes Jahr, die sterbenden Insekten hatten wir schon im Visier, wie sie die Kälte flüchten, und durch den Türspalt den Weg in diese Dusche gefunden haben, mindestens zwanzig sterbende Bienen, kaum Saft, ohne zu vergessen, erst noch in die obligate Scherbe, die liegt seit einem halben Jahr hier versteckt und liegt, feste, rein, drücken, tief in den Muskel, bereit sich jedem Widerstand zu stellen, mich gerade zuerst aufgeben, wenn es denn verlangt sei, oder auch als übertriebene Geste in verzerrter Erinnerung doch noch ein leises Windspiel klingeln lässt, sie waren gekommen, und fanden im gewärmten Bad einen Ort zu siechen, die Insekten, im Verhältnis gibt es schlimmere Weisen zu sterben, dachten wir im Kanon, man braucht nicht alles aufzuzählen, obwohl das natürlich Spass macht, aber der Spass kämpft gerade auf unserer Linie, weder gegen, aber bestimmt auch nicht für uns, wie arrangieren uns, im Gutdünken, verirrt im elenden, weichgespülten Heilglauben, eingefahren in der verfressenen Urgier, sie hockt, säuberlich die Beine übereinander geschlagen, angewachsen unter Kiefern, dem abgegangenen Herbstversprechen, gestohlene Farben, durchlöchert, perforiert, es tropft bis auf den Boden ein Saft, deren Ursprung im obersten Gehirn gequollen ist, und doch, ich wollte mich duschen, richtig säubern, trotz den Bildern, trotz den Bienen, so nahm ich den Duschkopf und drehte das Wasser voll auf, spülte die kleinen Giftnägel, schlug sie gegen die gekachelte Wand, wusch sie ins Keramikmuster, hinab in den Ablauf, der einen kreisenden Strudel anzog. Sie waren alle tot, abgezogen ins Nasse und Dunkle, und ich war gerettet, und geduscht.
Hereafter

Es roch nach Polystrol im Badezimmer und langsam gingen Pavor die Streiche aus.
The Winds of the Vanguard
I picked up playing ball again
My balls got heavier
I write my beats on a 808
I live among hoes on stilettos
I put out a 12″
I eat grass fed beef
I play records
I smoke Purple Kush
He goes: „Nigger this, Nigger that“
I look for G-Spots and female ejaculation
Tight vaginas, juicy asses
Tighter jeans, bigger dicks
Sore asses, sore cock tips
What else?
Low, Mids, and Highs

Autobiographia Literaria
When I was a child
I played by myself in a
corner of the schoolyard
all alone.
I hated dolls and I
hated games, animals were
not friendly and birds
flew away.
If anyone was looking
for me I hid behind a
tree and cried out „I am
an orphan.“
And here I am, the
center of all beauty!
writing these poems!
Imagine!
– Frank O’Hara

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